Tipps & Tricks

Jeder Fuß ist anders. Aus diesem Grund ist es auch nicht immer einfach, den passenden und bequemen Schuh auszuwählen. Einige Tipps sollen Ihnen helfen, das richtige Modell für Ihren Fuß zu finden:

Schmaler Fuß (Weite E, E1/2)
Sie haben einen schmalen Fuß? Dann achten Sie bei der Auswahl Ihres Schuhs auf schlank und schmal zugeschnittene Modelle die Ihre Zehen im Spitzenbereich trotzdem nich einengen und eine Halluxbildung fördern. 

Normaler Fuß, hoher Spann (Weite G, H)
In den gängigen Bequemweiten G und H finden Sie heute mitunter die größte Auswahl an allen möglichen Formen und Stilrichtungen. Vom klassischen Pumps mit Absatz bis hin zum modischen Sneeker haben Sie eine sehr gute Auswahlmöglichkeit. 

Breiter Fuß, weite Ferse (Weite K, M)
Für den breiten Fuß sind Schnürschuhe, extraweite Formen und Spezialweiten ratsam, bei einem hohen Spann empfehlen wir Schuhe mit Klettverschluss oder Gummizug, weit ausgeschnittene Modelle oder auch Ballerinas.

Wann ist die beste Zeit für einen Schuhkauf?
Am besten probieren Sie Schuhe am Nachmittag an. Nach dem Kauf sollten Sie sich Zeit nehmen, sie einzulaufen – zunächst auf Teppich, dann auf härterem Bodenbelag. Bei der Pflege vertrauen Sie auf die Beratung in unserem Schuhladen und informieren Sie sich hier über unser

Trick 1
nasse Stiefel

Nasse Stiefel sind ärgerlich und sollten so schnell wie möglich wieder getrocknet werden. Aber wie?

Das sollten Sie auf alle Fälle vermeiden:

  • Schuhe auf die Heizung legen (Tex-Materialien verformen sich und der Schuh wird undicht).
  • Schuhe mit dem Fön trocknen (Abgesehen davon dass diese Variante nicht umweltfreundlich ist, führt sie zudem erst nach langer Behandlung zum gewünschten Erfolg. Das Risiko die wasserdichte Zwischenmembran zu beschädigen ist ebenfalls sehr hoch).

Am​ bekanntesten ist sicherlich das Ausfüllen des Stiefels mit Zeitungspapier!

Wie geht es aber am besten und schnellsten ;-)

  1. Nasse Stiefel mit einem Tuch so gut wie möglich trocknen.
  2. Gleich im feuchten Zustand das geeignete Pflegemittel auftragen (dies verhindert hässliche Salzränder).
  3. Die Stiefel so weit wie möglich öffnen und seitlich! (hierdurch wird die Luftzirkulation gegenüber einem stehenden Stiefel deutlich erhöht) an einen luftigen und warmen Ort legen!

Trick 2
Reißverschluss

Der richtige Umgang mit Reißverschlüssen!

Defekte Reißverschlüsse sind ärgerlich und verursachen meistens hohe Reparaturkosten.

Bei der Beachtung folgender Tipps verlängert sich die Lebensdauer des Reißverschlusses beträchtlich:

  • Idealerweise ist die Verwendung von Stiefelspannern (Schaftspanner) nach jedem Tragen zu empfehlen!
  • Sind keine Schaftspanner verfügbar oder gewünscht den Reißverschluss nach dem Tragen einfach ganz offen lassen!
  • Den Reißverschluss nie mit Gewalt zu- und aufreißen!
  • Den Reißverschluss sauber halten.
  • Einmal pro Halbjahr den Reißverschluss mit ein wenig Gleitmittel wie zum Beispiel Kernseife, fettende Schuhcreme, Vaseline oder speziellen Reißverschluss-Pflegemitteln behandeln.

Bitte beachten Sie: Defekte Reißverschlüsse sind leider nur in Ausnahmefällen (Produktionsmangel) ein Reklamationsgrund!

Trick 3
Einlagen

Sie haben von ihrem Fachbetrieb eine für Sie individuell hergestellte orthopädische Schuheinlage erhalten.

  1. Wichtige Informationen
  2. Beschreibung der einzelnen Bestandteile
  3. Medizinisch-therapeutische Aspekte
  4. Handhabung/Funktionsweise/Risiken
  5. Pflege
  6. Wartung

Zu 1. Wichtige Informationen:
Die Maßeinlage ist ein technisches Hilfsmittel, das für Sie nach therapeutischen Notwendigkeiten individuell angefertigt wurde. Die Einlage soll Ihnen das Gehen und Stehen erleichtern oder eine andere, speziell diagnostizierte, medizinische Anforderung erfüllen. Die Einlage wurde bei Ihrer Herstellung auf die zu erwartende Belastung abgestimmt. Ein nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch kann unter Umständen zu Materialermüdung und im Extremfall zur Zerstörung führen! Die Benutzung der Einlage im Wasser, wenn nicht eigens dafür gebaut, und der Kontakt mit Säuren und Lösungsmitteln, sind zu vermeiden. Jegliche Erwärmung der Einlage über 50 C° muss vermieden werden, weil dies zu Eigenschafts- und Passformveränderungen führen kann. Die Tragezeit ist in speziellen Fällen mit dem Arzt abzustimmen.

 

Zu 2. Beschreibung der einzelnen Bestandteile:
Je nach Anforderung und Beschwerden können Einlagen sehr unterschiedlich aussehen. Grundlegende Gemeinsamkeiten lassen sich aber wie folgt zusammenfassen:

A: Der Fersenbereich mit individueller Schalung und Weichbettung
B: Die Quergewölbestütze (Pelotte)
C: Die Längsgewölbestütze

Zu 3. Medizinisch-therapeutische Aspekte:
Entsprechen der Indikation kommen verschiedene Einlagentypen zum Einsatz, die verschiedene Funktionen übernehmen. Hierbei unterscheidet man zwischen:

A: Der Bettungseinlage         
B: Der Korrektureinlage       
C: Der Stützeinlage

Damit Einlagen ihre volle Funktion erfüllen können, müssen Kräfte von der Schuheinlage auf den Fuß übertragen werden. Diese Kraftübertragung soll großflächig erfolgen. Dauerhafte Druckstellen erfordern eine Rücksprache mit dem zuständigen Fachbetrieb. Zum Wohlbefinden der Füße trägt neben dem Tragen der Einlage auch eine gezielte Fußgymnastik bei. Der Einsatz von Einlagen in der Wachstumsphase erfordert eine ständige Kontrolle. Ragen die Zehen über die Einlage hinaus ist eine Neue zwingend erforderlich.

Zu 4. Handhabung/Funktionsweise/Risiken:
Orthopädische Einlagen sind mit >L< für links und >R< für rechts gekennzeichnet. Legen Sie ihre Einlagen gemäß dieser Kennzeichnung in die Schuhe ein, sodass die Fersenschale an der Fersenfassung des Schuhs anliegt. Im Schuh eingeklebte Originalfußstützen müssen bei Verwendung von Einlagen entfernt werden, um die richtige Positionierung der Maßeinlage zu ermöglichen. Achten Sie bei Einsteigen in den Schuh darauf, dass Sie die Schuhe weit genug öffnen, damit die Zehen nicht in Krallenstellung gelangen. Achten Sie bei der Wahl ihrer Einlagenschuhe auf folgende Merkmale:

A: Die Einlage ist auf eine bestimmte effektive Absatzhöhe zugerichtet. Mit effektivem Absatz wird die Höhendifferenz zwischen der Materialstärke im Absatzbereich und der Materialstärke im Sohlenbereich bezeichnet. Ist der effektive Absatz des Schuhes zu hoch, so führt dies zu einem Kippen der Einlage im Schuh, was wiederum das Herausrutschen der Ferse aus dem Schuh nach sich zieht. Ist der effektive Absatz zu niedrig, so führt dies zu einer Überhöhung des Längsgewölbes und damit zu Platzproblemen innerhalb des Schuhes. Die Absatzhöhe auf die Ihre Einlage zugerichtet ist erfahren Sie von Ihrem Fachbetrieb. Grundsätzlich empfiehlt es sich flacheres Schuhwerk zu bevorzugen, da ein höherer Absatz immer zu einer verstärkten Belastung im Vorfußbereich und damit zu einer Verstärkung der Spreizfußbeschwerden führt.

B: Die Fersenkappe des Schuhes muss so hoch ausgeführt sein damit ein Herausrutschen der Ferse aus dem Schuh verhindert werden kann. Testen Sie die Fersenfassung immer mit Einlage, damit die Stärke der Maßeinlage berücksichtigt ist.

C: Slipper sind meist ungünstig, weil zum einen die Einstiegsöffnung zu klein ist und zum anderen der Schuh unter Umständen nicht genügend Platz für Fuß und Einlage bietet. Durch verstellbare Verschlüsse anpassbare Schuhe sind meist besser geeignet. Diese Verschlüsse dürfen nur soweit geschlossen werden, dass kein zusätzlicher Druck am Fußrücken entsteht. Gerade der Zehenbereich sollte bequemen Platz bieten und auf keinen Fall eingeengt sein.

D: Ein in Verbindung mit einer Einlage zu enger Schuh kann unter bestimmten Voraussetzungen schwerwiegende medizinische Probleme aufwerfen. Achten Sie bitte darauf.

Zu 5. Pflege
Nach jeder intensiven Nutzung der Einlage sollten diese zum Lüften den Schuhen entnommen werden. Feuchte Einlagen dürfen niemals auf der Heizung getrocknet werden. Dies kann zu Materialveränderungen und Passformverlust führen. Lederbezogene Einlagen dürfen zur Reinigung mit einem feuchten Tuch abgerieben werden. Kunststoffeinlagen können mit Wasser und Seife gereinigt werden. Falls die Einlage mit Körpersekreten (z.B. bei offenen Blasen) in Verbindung kommt empfiehlt sich die Verwendung eines Desinfektionsmittels.

Zu 6. Wartung der Schuheinlage
Im Sinne des therapeutischen Nutzens möchten wir Sie bitten Ihre Maßeinlagen regelmäßig (halbjährlich) von Ihrem Fachbetrieb überprüfen zu lassen.

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